30.01.11

Light my way

So dieser Text hier kam einfach so von jetzt auf gleich.. ich habe ihn nur dieses eine mal geschrieben und auch nicht überarbeitet. Er ist so wie er ist. Er ist eigentlich nur ein Gedanke. :)


"Und jetzt sitz ich hier, ganz allein. Ich denke an alles und jeden. Wen ich heute gesehen habe, welcher Fremde besonders auffällig war oder wer mich heute angerempelt hatte. Ich versuche nocheinmal nachzuzählen, wie viele rote Jacken ich heute gesehen habe oder wie viele bunte Schuhe. Ich versuche alles aber auch alles, um mein Gehirn am arbeiten zu halten.
Es soll nicht abschweifen, lass es bloß nicht abschweifen.

Ich halte meine Gedanken dabei, was ich morgen wohl anziehen soll, oder wie ich wohl morgen aus dem Haus gehe, welche S-Bahn ich nehme, oder welchen Bus.
Denn ich will nicht abschweifen, meinen Gedanken bloß keinen freien Lauf lassen.

Ich seh mich um, versuch etwas zu finden was meine Gedanken hält. Die Silhouetten der Bäume sehen gespenstisch aus. Die Sterne vermitteln mir eine unglaubliche Tiefe... ein tiefes Universum, ich denke daran was sich dort noch herumtreibt.
Bloß um nicht abzuschweifen.

Ich versuche sogar schon die Blätter zu zählen, die am Busch neben mir hängen. 21 Große 16 kleine und 4 Knospen. Die Steine auf denen ich liege sind wohl etwa 20 bis zur Straße sind es noch einmal so viele und bis zu der Bank, auf der es jetzt vielleicht angenehmer wäre zu liegen sind es 10, Doch ich bleibe hier liegen um ja nicht abzuschweifen. Um ja nicht auf andere Gedanken zu kommen.

Ich liege hier ich liege und liege, ich löse Matheaufgaben, schreibe Aufsätze in meinem Kopf, Flechte mir Zöpfe, kämme die Haare wieder, zähle die Sekunden die ich hier verbracht habe, doch die Zeit vergeht nicht, ich schaff es nicht mich lange abzulenken. Die Sekunden vergehen wie Minuten und zwischen den Sekunden beginne ich abzuschweifen. Meine Gedanken kommen immer näher. Sie fließen förmlich und nicht einmal die Blätter oder die Steine oder die Sterne können mich von ihnen Ablenken. Meine Gedanken fließen auf mich zu, sie lassen mich nicht in Ruhe.

Und jetzt umgibt mich nicht mehr nur die Nacht, jetzt bin ich umgeben von Gedanken, Gedanken an dich. Gedanken so zerstörerisch, dass ich innerlich erdrückt werde.
Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr an dich denken.
An Dich.. derjenige der bei mir sein sollte und es nicht ist.

Du bist nicht bei mir und du wirst es nie wieder sein. Ich habe dich verloren. Für immer verloren. Du bist nicht gegangen. Du warst einfach weg. Unerreichbar für jeden. Aber am meisten für mich. Denn ich kann es nicht begreifen, und wenn man es nicht begreift, dann ist es unfassbar.... und für mich bist du aufeinmal so unfassbar.

Du warst mir doch so nah. So vertraut. So Fassbar. So Greifbar.
Ich konnte nichts anderes als dich festhalten.
Und jetzt musste ich dich loslassen.

Ich will nicht mehr daran denken, ich will mich zurückholen. Können mich die Sterne nicht zurückholen aus meinen Gedanken die so schmerzhaft sind.
Die Gedanken an uns.
Die Gedanken an dich.
Die Gedanken an den Tod?"

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