21.08.12

Tiefer.

Ich fahr so schnell ich kann.
Trete immer schneller in die Pedale.
Die Tüte schaukelt ziemlich stark, viel zu stark, ich darf nicht so schnell fahren.
Aber ich muss doch.
Ich seh nichts mehr.
Wasser überall.
Diese verfluchte Hitze, ich hasse sie, und ich werde sie noch viel mehr hassen.
Ich hasse alles.
Tief durchatmen, geht nicht, diese verdammten Tränen rauben mir die Luft.
Weiter radeln.
Jedes mal, wenn mir die Tüte gegen die Beine schlägt bekomme ich einen Kloß im Hals und das Wasser in den Augen wird mehr.
Diese verdammten Hunde, ich will sie jetzt nicht sehen.
Bald bin ich da, und trotzdem so weit weg.

Absteigen, Schlüssel nehmen, Tür aufschließen und ganz vorsichtig, ganz behutsam die Tüte auf den Boden.
Immerhin ist es keine Plastiktüte, das hät mir den letzten Nerv geraubt.


Der verdammte Dreck muss weg.
Weiter graben.
Tiefer, immer tiefer.
Das reicht noch nicht.
Diese verdammten Hunde.
Tiefer.

Diese verfluchte Hitze.
Der Karton steht neben mir,
Ich blicke ihn nicht an, und trotzdem steigen mir wieder die Tränen in die Augen.
Weiter graben.
Es ist so heiß, überall ist Dreck, aber ich muss weiter graben.
Ich habe Angst, dass es nicht tief genug ist.
Karton hinein, Erde drüber.
Diese verdammten Hunde.
Zum Schluß noch Steine.
Und wieder endlose Tränen.





- Mir gehts heute nicht gut.

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